Seite wählen

Die Elstermühle wird zum Schriftstellerhaus

Autorin und Autoren im angeregten Gespräch

Foto (c) Ingrid Kaech

18. November 2021

von Carmen Winter

„Wenn ich noch einmal ein junger Schriftsteller wäre“, meinte Till Sailer am Morgen nach der Lesung aus unserer Anthologie „Hier ist herrlich arbeiten“ in der Plessaer Elstermühle, „würde ich hier gern an meinem ersten Roman arbeiten.“

Die Lesung am Abend zuvor fand im Kaminzimmer statt. Ingrid Kaech und Andreas Werner hatten fleißig Werbung für die erste Lesung in ihrem neuen Domizil gemacht. Nun ließen sich die Gäste am wärmenden Feuer nieder. „Der Titel der Anthologie“, so Ingrid Kaech in ihren einführenden Worten, „könnte auch als Motto für die Mühle stehen.“ Denn sie soll ein Arbeits- und Begegnungsort für Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden. Hierher können Gruppen kommen, die sich über Texte und das Schreiben austauschen wollen, hierher können sich Autorinnen und Autoren zurückziehen, um ungestört an ihren Manuskripten zu arbeiten.

Wir freuten uns, dass wir diejenigen sein durften, die zur ersten öffentlichen Lesung in der Elstermühle eingeladen waren. Till Sailer, Thomas Bruhn und ich lasen die eigenen Texte aus der Anthologie und die Texte von Astrid Böger, Matthias Körner, Jana Weinert, Reinhard Stöckel, Erhard Scherner und Hartmut Schatte.

Die Plessaer, die zur Lesung gekommen waren spendeten reichlich Applaus. Sie freue sich, dass sie einmal nicht erst irgendwohin fahren müsse, um Kultur zu erleben, meinte eine Frau aus dem Publikum. Lange plauderten die Zuhörer noch mit uns über unsere Texte, über das große Kulturhaus, dass hier seit 1960 steht und das neu eingerichtete Bücherstübchen und das Jugendleben im Dorf.

Und weil auch wir diesmal nicht gleich wieder den Heimweg antreten mussten, sondern die Übernachtungsmöglichkeiten im zukünftigen Schriftstellerhaus nutzen konnten, wurde es ein langer Abend. Beim Frühstück nahmen wir die Gesprächsfäden wieder auf. Wir ließen uns noch die Mühle, das Museum, den Garten und das Sägegatter zeigen. Graue Wolke und Nieselregen konnten unsere gute Laune auf der Heimfahrt nicht trüben. Hier wird in Zukunft Literatur entstehen und diskutiert werden, das macht uns optimistisch.

 

 

 

 

 

 

 

1 Kommentar

  1. Das klingt nach einem wundervollen Ort zum Schreiben: Da müssen wir im Frühling mal hin und die Lage sondieren 🙂
    Vielen Dank für die interessanten Eindrücke und herzliche Grüße von Friederike Frach, Literaturrat

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.