Brandenburger Literatur unterwegs
Raus ins Grüne – zur Fercher ObstkistenBühne
Mit der Fercher ObstkistenBühne sind wir alle dieses Jahr um 34 Jahre älter geworden, wir Künstler und auch Teile unseres Publikums. Unsere inzwischen erwachsenen Kinder …
Henryk Bereska als Fährmann deutsch-polnischer Übersetzungen: Die beiden Fahrten des Poetendampfers im Mai 2026
Am 17.05.2026 wurde die Oder nicht nur zum Schauplatz einer literarischen Begegnung, sondern auch zu einem bewegten Erinnerungsraum: Mit den zwei Fahrten des Poetendampfers zwischen Frankfurt (Oder) und Słubice griff das Projekt die Idee des deutsch-polnischen Austauschs auf ganz unmittelbare Weise auf…
ver.di Literaturpreis: „Ellie & Oleg“ von Katja Ludwig
Der ver.di Literaturpreis 2024 wurde in diesem Jahr in der Sparte Kinderbuch vergeben…
Hier ist herrlich lesen – 100 Jahre Bibliothek in Peitz
Jazz- und Karpfenfans kennen Peitz. Und alljährlich pilgern sie zu den Jazztagen oder den Karpfenwochen in dieses Städtchen nördlich von Cottbus. Zumindest einer von ihnen, nämlich der Autor dieses Beitrags, fuhr an diesem milden Oktoberabend dorthin, um einen 100. Geburtstag zu feiern, nämlich den der Bibliothek des Amtes Peitz…
Tag und Traum in Notizen – Werkstatt mit Carmen Winter
Schreiben bedeutet für viele von uns in einer Art Schreibmodus zu leben. Nein, keine Dauertrance. Eher eine Art erhöhte Wahrnehmungsbereitschaft mit speziellen Sensoren für besondere, poetische, spannungsvolle Begebenheiten, mit einem Instinkt für das Unerhörte, mit einem Empfangsnetz für Geschichten. Würden wir ihn nicht wahrnehmen, den poetischen Moment, würde er womöglich Haste-nicht-gesehen! vom Tagesradau und vom hektischen Zeitgeist überfahren…
Dernière in Wittbrietzen
Die eine kam mit dem Auto, der andere mit dem Zug, die dritte im Bunde mit dem Schnellbus. Carmen Winter, Thomas Bruhn und ich. Treffpunkt war der Bahnhof in der Spargelstadt Beelitz, in diesem Jahr auch Ausrichterin der Landesgartenschau. Von hier aus ging es gemeinsam in Carmens knallorangem Wagen weiter zum Ort der letzten Lesung unserer Lesereihe aus der Anthologie „Hier ist herrlich arbeiten“. Nach Wittbrietzen. Ein Dorf mit fünfhundert Einwohnern…
Hier ist herrlich lesen: Hafenmühle Kienitz
Vom Corona-Herbst 2021 war sie auf Ende April 2022 verschoben worden, unsere Anthologie-Lesung „Hier ist herrlich arbeiten“ in der Hafenmühle Kienitz.
Jetzt umgab uns ein Duftgemisch vom Gundermannkraut, Obstblüten und erstem Flieder. Hinter dem Deich zog wie immer die Oder ihre quirlige Bahn, ein hoher Himmel lag über dem frühlingsbunten Land, der Kuckuck rief, Nachtigallen schlugen an. Störche landeten in den satten Wiesen.
Bibliothek im Kontor. Wittstock
Zuerst gab es Sekt. Die Kolleginnen der Wittstocker Bibliothek im Kontor füllten die Gläser und die Bibliotheksleiterin Georgia Arndt stieß mit uns und den Gästen auf den 30. Geburtstag des Schriftstellerverbandes an. Zwar konnten wir inzwischen schon den 31. feiern, aber Sekt passt auf jeden Fall.
Kolkwitz zum Beispiel
Es gibt Lesungen, zu denen man mit besonderem Herzklopfen fährt.
Die Künste und die Kultur haben es nicht leicht im Land Brandenburg. In der Niederlausitz werden sie oft genug in Spreewaldkähne verfrachtet und bibbern sich in Sack und Asche mit tropfenden Nasen durchs Leben. Nur gelegentlich dürfen sie an Land. Dabei braucht man sie bitternötig, aber höheren Ortes glaubt man es nicht.
Ein Bagdad-Gedicht in Bagdad
Seit meiner Schulzeit, als wir das Gilgamesch-Epos und Keilschrift lernten, habe ich eine Verbindung zum Irak, zu Mesopotamien als Wiege unserer Kultur. Seither verfolgte ich die Geschichte dieses Landes, nicht ahnend, dass ich selbst einmal dort würde arbeiten können. Als 2003 die damalige deutsche Bundesregierung beschloss, sich mit dem Argument „I am not convinced“ nicht in den Kreis der Willigen einzureihen, um Bagdad zu bombardieren, war ich erleichtert.
Audio Lesung Kulturmanufaktur Frankfurt/Oder
Das Projekt „Brandenburger Literatur unterwegs“ wird im Rahmen von Neustart Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V. gefördert.