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Brandenburger Literatur unterwegs

Hier ist herrlich lesen: Hafenmühle Kienitz

Hier ist herrlich lesen: Hafenmühle Kienitz

Vom Corona-Herbst 2021 war sie auf Ende April 2022 verschoben worden, unsere Anthologie-Lesung „Hier ist herrlich arbeiten“ in der Hafenmühle Kienitz.
Jetzt umgab uns ein Duftgemisch vom Gundermannkraut, Obstblüten und erstem Flieder. Hinter dem Deich zog wie immer die Oder ihre quirlige Bahn, ein hoher Himmel lag über dem frühlingsbunten Land, der Kuckuck rief, Nachtigallen schlugen an. Störche landeten in den satten Wiesen.

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Bibliothek im Kontor. Wittstock

Bibliothek im Kontor. Wittstock

Zuerst gab es Sekt. Die Kolleginnen der Wittstocker Bibliothek im Kontor füllten die Gläser und die Bibliotheksleiterin Georgia Arndt stieß mit uns und den Gästen auf den 30. Geburtstag des Schriftstellerverbandes an. Zwar konnten wir inzwischen schon den 31. feiern, aber Sekt passt auf jeden Fall.

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Kolkwitz zum Beispiel

Kolkwitz zum Beispiel

Es gibt Lesungen, zu denen man mit besonderem Herzklopfen fährt.
Die Künste und die Kultur haben es nicht leicht im Land Brandenburg. In der Niederlausitz werden sie oft genug in Spreewaldkähne verfrachtet und bibbern sich in Sack und Asche mit tropfenden Nasen durchs Leben. Nur gelegentlich dürfen sie an Land. Dabei braucht man sie bitternötig, aber höheren Ortes glaubt man es nicht.

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Ein Bagdad-Gedicht in Bagdad

Ein Bagdad-Gedicht in Bagdad

Seit meiner Schulzeit, als wir das Gilgamesch-Epos und Keilschrift lernten, habe ich eine Verbindung zum Irak, zu Mesopotamien als Wiege unserer Kultur. Seither verfolgte ich die Geschichte dieses Landes, nicht ahnend, dass ich selbst einmal dort würde arbeiten können. Als 2003 die damalige deutsche Bundesregierung beschloss, sich mit dem Argument „I am not convinced“ nicht in den Kreis der Willigen einzureihen, um Bagdad zu bombardieren, war ich erleichtert.

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Wenn das Theater zum Studio wird …

Wenn das Theater zum Studio wird …

Wir hatten es gefunden, besser gesagt – sie: Die Kulturmanufaktur Gerstenberg in Frankfurt/Oder. Ganz hinten auf dem weitläufigen Gelände der ehemaligen Möbelfabrik Mantz & Gerstenberger. Erst rechts, dann links um die Ecke eines Ziegelbaus, einst Maschinenraum der Fabrik, und schon zeigten hell erleuchtete Fenster und eine Lichterkette, wo es lang ging. Linda Pickny vom Betreiberteam empfing uns und umhüllte uns sofort mit wärmender Gastlichkeit …

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Bossa Nova in der Sofaecke. Bibliothek Stahnsdorf

Bossa Nova in der Sofaecke. Bibliothek Stahnsdorf

Dunkel war es und regnerisch, als wir von Cottbus kommend an diesem Novembernachmittag südlich von Berlin in ein Labyrinth aus Schnell- und Ortsumgehungsstraßen gerieten. Unverdrossen führte uns unser elektronischer Navigator, trotz verpasster Abfahrten schließlich doch zum Ziel. Und wieder einmal stellte ich meiner Begleiterin die rhetorische Frage: Wie haben wir früher sowas bloß geschafft, ohne Navi? 

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Die Elstermühle wird zum Schriftstellerhaus

Die Elstermühle wird zum Schriftstellerhaus

„Wenn ich noch einmal ein junger Schriftsteller wäre“, meinte Till Sailer am Morgen nach der Lesung aus unserer Anthologie „Hier ist herrlich arbeiten“ in der Plessaer Elstermühle, „würde ich hier gern an meinem ersten Roman arbeiten.“
Die Lesung am Abend zuvor fand im Kaminzimmer statt. Ingrid Kaech und Andreas Werner hatten fleißig Werbung für die erste Lesung in ihrem neuen Domizil gemacht. Nun ließen sich die Gäste am wärmenden Feuer nieder…

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Lesung im Wriezener „Plauderstübchen“

Lesung im Wriezener „Plauderstübchen“

Ein Plauderstübchen hatte ich mir anders vorgestellt: eng, verwinkelt und schummrig. Doch der zu drei Seiten verglaste Raum streckte sich, als wolle er möglichst viel vom warmen Herbstlicht in sich aufzunehmen. Zu den zwei Dutzend Menschen, die zur Lesung gekommen waren, passte der Ausdruck genau: Man kennt sich, man mag sich, man plaudert miteinander…

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Künstlerischer Mehrklang in der Kunsthalle Brennabor.

Künstlerischer Mehrklang in der Kunsthalle Brennabor.

Saxophonklänge flossen auf den großen Innenhof der ehemaligen Brennaborwerke der Stadt Brandenburg und lockten sowohl Schrifsteller*innen als Besucher*innen in den 1. Stock zur Lesung in die moderne Kunsthalle Brennabor.
Trotz des letzten warmen Sommersonntagnachmittags am Tag der deutschen Einheit fiel es den Protagonistinnen leicht, …

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Wozu die Wörter gut sind. Ein Brandenburger in Salzburg.

Wozu die Wörter gut sind. Ein Brandenburger in Salzburg.

Barocker Prunk und jedes Jahr ein Jedermann geläutert auf den Stufen des Doms. Soweit mein Vorurteil. Salzburg schien mir keine Reise wert. Nun aber hatten sie mich eingeladen, Frau Müry und Frau Dr. Dürnberger, Verlegerin und Lektorin des Müry Salzmann Verlags. Endlich sollte, was von Corona bereits zweimal vereitelt worden war, wahr werden. Eine Lesung. In Salzburg.

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