Seite wählen

Im Friedgarten des Pauli Klosters Brandenburg

Andrea Jennert, Astrid Vehstedt, Reglindis Rauca, Christian Pross (v.l.n.r.)

Foto (c) Thomas Bartel

03. Septmeber 2021

von Reglindis Rauca

Nach gefühlt zwei Wochen Regen kam am Freitag die Sonne raus. Drei Autorinnen und ein Musiker machten sich auf den Weg ins Pauli Kloster in Brandenburg an der Havel. Ein beeindruckender mittelalterlicher Bau empfing uns. Durch den Kreuzgang des ehemaligen Dominikanerklosters gelangten wir in den Friedgarten. Der präsentierte sich mit einer fast spirituellen Atmosphäre und ausgezeichneter Akustik. Der Lärm der Stadt ist ausgesperrt. Zeit und Stille zum Hören, Sinnen und Genießen.

Alles war vorbereitet, das Podium aufgebaut, Stühle mit Sitzkissen ins saftig grüne Gras gestellt. Das Kloster-Café Pauline hatte länger geöffnet, so dass wir und die Gäste sich mit Getränken und Kuchen versorgen konnten. Christian Pross und ich luden die Bücher und Instrumente aus, dann kamen, trotz Bahnstreik-Stau, die Autorinnen Astrid Vehstedt aus Berlin und Andrea Jennert aus Potsdam dazu.   

ZuhörerInnen trafen ein, unter ihnen der Brandenburger Maler und Grafiker Thomas Bartel, dessen bildstarke Grafik zu meinem Text in der Anthologie zu sehen ist.  

Punkt sechs ging es los. Ich moderierte an, Christian Pross ließ sein Sopran-Saxophon erklingen und Andrea Jennert begann unseren Lese-Reigen mit den Begegnungen-Skizzen von Jana Weinert.

Wir Autorinnen lasen unsere eigenen Texte und gaben den Texten von Thomas Bruhn, Reinhard Stöckel, Erhard Scherner und Monika Nothing unsere Stimmen. Bei Gitarrenklängen konnten die Gedanken und Sinne schweifen. Ab und zu flog eine Taube auf und durchbrach mit ihrem Flügelschlag die Stille. Nach dem dramatischen Text von Astrid Vehstedt las ich Ines Gerstmanns Gedicht und Christian Pross ließ unsere Lesung mit einer heiteren Impression auf dem Saxophon ausklingen.

Wir beendeten den Abend in der Theaterklause bei angeregten Gesprächen über Berlin, Brandenburg, Jerusalem, Bagdad, Taschkent und Samarkand. Und waren uns einig, dass wir bald wieder diese schöne Stadt besuchen wollen, ihre mittelalterliche Pracht, ihre geistlichen und weltlichen Bauwerke, ihre entspannte Atmosphäre, ihr Havelblau. Auf bald.

 

 

1 Kommentar

  1. Danke für den schönen Beitrag. Danke für die Lesung. Ja, die Stadt Brandenburg hat wirklich schöne Ecken.

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.